Eine mutmaßliche Finanzaffäre und dubiose Zahlungen dürften am Wochenende Thema auf dem Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg werden. Im Kreisverband Stuttgart sollen laut Medienberichten mehrere Zehntausend Euro durch den damaligen Schatzmeister veruntreut worden sein. Der kürzlich verstorbene Mann soll demnach Gelder von einem durch ihn verwalteten AfD-Konto auf ein privates Konto überwiesen haben. In einem Bericht der »Bild«-Zeitung heißt es, dass er die Gelder etwa für seine Kreuzfahrten genutzt haben könnte.
Die AfD-Landesspitze spricht in der Sache von Betrug. Der Schatzmeister habe private Rechnungen vom Konto des Kreisverbands bezahlt, sagte der Co-Landesvorsitzende Emil Sänze der Nachrichtenagentur dpa. Darunter seien Friseur- und Restaurantbesuche oder ein Brillenkauf.Das Thema wurde laut Medienberichten auf die Tagesordnung des zweitägigen Landesparteitags gesetzt, der am Wochenende im baden-württembergischen Heidenheim stattfindet. Die Angelegenheit sorgte bereits im Vorfeld innerhalb der Partei für Streit. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der Landesvorstand in einem drastischen Schritt den Kreisvorstand in Stuttgart Ende April abberufen. Der Kreisvorstand habe den Schatzmeister nicht ausreichend kontrolliert, hieß es.







