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s gab mal Zeiten, da lag Maja Chwalinska im Bett, schaffte es nicht, herauszukriechen. Leblos habe sie sich gefühlt, genauso hat sie es dieser Tage erzählt, in Paris, vor Horden von Reportern im Main Interview Room der French Open. Als sie 18 Jahre alt war, litt sie an Depressionen. Sie suchte Hilfe, zog sich zurück, für einige Monate, zwei Jahre insgesamt sollte ihr Kampf gegen diese kaum sichtbare, oft tabuisierte Krankheit dauern. Sie gewann ihn. Und wie.
Maja Chwalinska ist Tennisprofi, sie ist 24 Jahre alt, stammt aus Dabrowa Gornicza, eine Stadt mit etwas mehr als 110 000 Einwohnern in Schlesien. Die Polin ist jetzt das, was man im Sport eine Sensation nennt, jedenfalls erlebt sie eine Art Cinderella-Geschichte bei einem der vier größten Tennisturniere. Eine Qualifikantin, die plötzlich im Finale steht? Das gab es seit 1968, seit die sogenannte offene Profi-Ära existiert, nur ein Mal: Die Britin Emma Raducanu holte 2021 bei den US Open in New York sogar den Titel. Und nun, in Paris, sitzen die Journalisten im Souterrain des Court Philippe-Chatrier und müssen erst mal aufpassen, dass sie diesen neuen Namen korrekt schreiben. Chwalinska ist – da tritt man ihr nicht zu nahe – eine, die bisher nur Experten und Tennis-Nerds kannten. Und manchmal wird in den kleinen Details sichtbar, wie groß ihr Erfolg wirklich ist.











