PfadnavigationHomePanoramaInternationale RaumstationLeck in der ISS – Astronauten mussten sich in Raumkapsel zurückziehenStand: 23:02 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Leck auf der ISS sorgt für Alarmbereitschaft. Die Besatzung wurde angewiesen, in Sicherheitskapseln zu gehen, während das Leck abgedichtet wird. „Am besten kann man das von Innen machen – Der Innendruck dürckt das Dichtmittel dann in den Riss“, sagt Ex-Astronaut Ulrich Walter.Ein Luftleck im russischen Segment der ISS hat einen Alarm ausgelöst. Vier Astronauten wurden angewiesen, sich während der Reparatur des Lecks in ihre Raumkapsel zu begeben.Luftlecks an der Internationalen Raumstation (ISS) haben am Freitag vorübergehend einen Alarm ausgelöst. Die US-Raumfahrtagentur Nasa rief mehrere Astronauten auf, in dem angedockten Raumschiff Schutz zu suchen. Nach Reparaturarbeiten konnten sie wieder auf die ISS zurückkehren.Eine Nasa-Sprecherin hatte angegeben, die Luftlecks seien in dem russischen Modul Swesda („Stern“) entdeckt worden, und die russische Raumfahrtagentur Roskosmos wolle deshalb Reparaturarbeiten ausführen. Vorsorglich habe die Nasa deshalb fünf Astronauten gebeten, sich an Bord des Dragon-Raumschiffs zu begeben. Darunter waren die Französin Sophie Adenot, derzeit die einzige Europäerin auf der ISS, sowie der Nasa-Astronaut Chris Williams.Nach Angaben eines Nasa-Sprechers bereitete sich die Besatzung darauf vor, das Dragon-Raumschiff wieder zu verlassen und zur ISS zurückzukehren.In einer Erklärung von Roskosmos, aus der russische Staatsmedien zitierten, hieß es, die Kosmonauten hätten zwei potenzielle Luftleckstellen entdeckt. Die erste sei „sofort“ abgedichtet worden. Für die Reparatur der zweiten Stelle liefen die Vorbereitungen.Luftlecks seien bereits ein paar Mal vorgekommen, sagte eine Nasa-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP in Washington. Die US-Raumfahrtagentur arbeite eng mit Roskosmos zusammen, um das Problem nachhaltig zu beheben.Lesen Sie auchLaut dem Betreiber SpaceX passen bis zu sieben Personen in das „Dragon“-Raumschiff. An Bord der Internationalen Raumstation (ISS) leben und forschen seit rund 25 Jahren kontinuierlich Raumfahrer und Raumfahrerinnen. Die Besatzungen der ISS hatten schon mehrfach mit Lecks zu kämpfen – auch am Swesda-Modul. Zudem wurde die Raumstation bereits mehrfach wegen möglicher Kollisionen mit Weltraumschrott geräumt. Die ISS ist ein dauerhaft bewohntes Forschungslabor, das die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern umkreist. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt von 16 Staaten, darunter USA, Russland und Europa, und dient der wissenschaftlichen und industriellen Forschung unter Schwerelosigkeit.Trotz der schweren Spannungen zwischen den USA und Russland, insbesondere seit des Ukraine-Krieges, läuft die Kooperation im All weiter.ll/jra/lay/AFP