Großbritannien geht davon aus, dass Russland in vier Jahren die Nato angreifen könnte. Zu dem Schluss seien britische Geheimdienste sowie weitere Nato-Staaten gekommen, sagte Premierminister Keir Starmer beim Besuch eines Drohnenherstellers in Südwestengland. Im Hinblick auf die Verteidigungskapazitäten seines Landes sagte er: »Sie verstehen also, welche Dringlichkeit und Bedeutung wir diesem Thema derzeit beimessen.«In einem Interview mit der Rundfunkanstalt BBC hatte zuvor der britische Generalstabschef Richard Knighton gesagt, dies sei der »gefährlichste Zeitraum« seiner 35-jährigen militärischen Laufbahn. Es sei vor diesem Hintergrund wichtig, dass Großbritannien und seine Verbündeten ihre Fähigkeiten verstärkten, um »unsere Gegner abzuhalten, etwas Unüberlegtes zu tun«.

Großbritannien plant nach Angaben von Regierungschef Starmer einen auf zehn Jahre ausgerichteten Investitionsplan zur Stärkung der eigenen Verteidigung, dieser solle vor dem am 7. Juli beginnenden Nato-Gipfel veröffentlicht werden.