Stand: 05.06.2026 • 18:50 Uhr

Im EU- und NATO-Staat Rumänien hat es erneut einen Vorfall mit einer Drohne gegeben: Vor der Küste von Konstanza explodierte eine ukrainische Seedrohne. Die Ukraine gab an, sie sei durch "russische elektronische Kriegsführung" fehlgeleitet worden.

Im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Konstanza ist in der Nähe eines Öl-Terminals eine Seedrohne explodiert. Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums gab es keine Verletzten. Das Gebiet sei vom rumänischen Geheimdienst, der Küstenwache und dem Verteidigungsministerium bereits vor der Detonation gesichert und abgesperrt worden. Wie das rumänische Nachrichtenportal digi24 berichtete, sollen an der Küste vier offenbar mit Sprengstoff beladene Boote entdeckt worden sein.

Die ukrainische Marine bestätigte, dass eine ihrer Seedrohnen während eines Einsatzes infolge "russischer elektronischer Kriegsführung" die Kontrolle verloren und fehlgeleitet worden sei. Die Ukraine habe die rumänische Seite kontaktiert, um sie zu warnen und Opfer zu verhindern.

Zuvor hatte das rumänische Verteidigungsministerium von einer Drohne "eines im Krieg in der Ukraine eingesetzten Typs" gesprochen. Die russische Botschaft in Bukarest warf dem Ministerium daraufhin eine "bewusste Verbreitung unvollständiger Informationen vor". Es seien demnach Drohnen gewesen, die vom "Kiewer Regime" eingesetzt werden, "um terroristische Akte gegen zivile Schiffe zu verüben und die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu gefährden". Versuche, diese Drohnen mit Russland in Verbindung zu bringen, seien "völlig haltlos".