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Wer ein Sinnbild für den Zustand der deutschen Klimapolitik sucht, sollte dieser Tage nach Wiefelstede fahren: Dort haben die Bauarbeiten am geplanten westlichen Ende der »Küstenautobahn« A20 begonnen, wodurch die 16.000-Einwohner-Gemeinde in der Nähe von Oldenburg (Niedersachsen) einen geschlossenen Autobahnring bekommt. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) machte am Montag unter Applaus von Vertretern der Autobahn GmbH den symbolischen Spatenstich – nur wenige Tage, nachdem er dasselbe an einem anderen Abschnitt der A20 in Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) getan hatte.

Verkehrsminister Schnieder (M., links daneben Niedersachsens Ministerpräsident Lies) beim Spatenstich am Montag in Wiefelstede

In sieben Jahren sollen die beiden Neubaustrecken – 13 Kilometer in Niedersachsen, 10 Kilometer in Schleswig-Holstein – fertig sein. Dazwischen bleibt noch eine Lücke von 178 Kilometern, um den niedersächsischen Neubau an die schon bestehende A20 anzuschließen, die von Bad Segeberg durch Mecklenburg-Vorpommern bis nahe der polnischen Grenze reicht. Dafür wird unter anderem ein neuer Tunnel unter der Elbe geplant.