Immer wenn Helmut Eigner in den fensterlosen „Mordkeller“ ging, konnte es sein, dass die Kollegen in den oberen Stockwerken schon eine Vermisstenanzeige aufgeben wollten, weil er ewig nicht mehr auftauchte. So erzählt man es sich zumindest frotzelnd. Denn im Keller, da lagerten die Leichen, im übertragenen Sinn: Frauen, Männer, Kinder, die einem bis dato ungeklärten Verbrechen zum Opfer gefallen waren – Schicksale zwischen Aktendeckeln gepresst und archiviert. Den Opfern wollte Helmut Eigner wieder eine Stimme geben. Am besten allen. 30 Jahre lang jagte Eigner in München als Mordermittler Verbrecher, ausdauernd, akribisch, und „nebenbei“ hat er die sogenannten Altfälle zu seinem Spezialgebiet erklärt. Jetzt hat der gerade pensionierte „Mr. Cold Case“ ein Buch geschrieben, ausdauernd, akribisch – und einzigartig.
Münchner Ex-Mordermittler weiß, was "true crime" wirklich ist
Helmut Eigner war Mister Cold Case der Münchner Mordkommission. Jetzt schrieb er ein Buch über ungeklärte Fälle. Manche lassen ihn nicht los.







