PfadnavigationHomePanoramaLungenkranke KronprinzessinNorwegen bangt um Mette-Marit – Høibys Antrag auf Haftentlassung wird abgelehntStand: 13:11 UhrLesedauer: 3 MinutenMette-Marit ist auf die Warteliste für eine Spenderlunge gesetzt worden. Das teilte das norwegische Königshaus mit. Bereits gestern wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert und untersucht.Die Kronprinzessin wurde aufgrund ihrer lebensbedrohlichen Lungenerkrankung auf die Warteliste für eine Transplantation gesetzt. Mette-Marits Sohn bleibt in Untersuchungshaft.Die Entlassung aus der Untersuchungshaft von Marius Borg Høiby wurde abgelehnt. Er hatte bei der Polizei beantragt, die Untersuchungshaft gegen eine elektronische Fußfessel einzutauschen, um nach Hause zurückkehren zu können. Das berichtet „TV2“ und beruft sich auf die Polizeianwältin Oda Karterud. Marius Borg Høiby ist in 40 Punkten, darunter wegen vier Vergewaltigungen, angeklagt. Schon seit Beginn der Verhandlung Anfang Februar sitzt er in U-Haft. Er hatte gegen ein Kontaktverbot in Bezug auf eine Ex-Freundin verstoßen. Bereits zweimal hat Høiby seine Freilassung beantragt. Bislang hat das Gericht alle Anträge auf Entlassung aus der U-Haft abgelehnt. Das Gerichtsverfahren gegen Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung war Ende März geendet. Das Urteil wird am 15. Juni erwartet.Zuvor war bekannt geworden, dass seine Mutter Mette-Marit (52) aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen ist. „Der Krankheitsverlauf der Kronprinzessin ist besorgniserregend“, heißt es in einer Pressemitteilung des norwegischen Königshauses. „Nach einer umfassenden medizinischen Untersuchung wurde sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt, sobald ein geeigneter Spender verfügbar ist“, erklärt Are Holm, Professor für Medizin an der Universität Oslo sowie Oberarzt und Lungenfacharzt am Universitätsklinikum Oslo. Bis zum Abschluss der Operation könne die Kronprinzessin weder ihrer Arbeit nachgehen noch offizielle Termine wie gewohnt wahrnehmen. Ihr Gesundheitszustand werde sich auch auf das Programm und die Aktivitäten des Kronprinzen, der Prinzessin Ingrid Alexandra und des Prinzen Sverre Magnus auswirken, teilt das Königshaus mit. So haben Mette-Marit und Haakon die Feier ihrer Silberhochzeit, die ursprünglich für August 2026 geplant war, verschoben. Die Kronprinzessin wird zudem nicht an dem für September geplanten Besuch in der Grafschaft teilnehmen. Haakon schränkt Termine einAuch Kronprinz Haakon wird sein Programm in der kommenden Zeit anpassen, „um mehr Zeit mit der Kronprinzessin zu verbringen“. Unter anderem werde er längere Reisen innerhalb Norwegens und ins Ausland vor und nach der Operation einschränken. „Daher wird der Kronprinz nicht wie geplant an der Feier zur Goldenen Hochzeit Ihrer Majestäten, des Königs und der Königin von Schweden, am 13. Juni in Stockholm teilnehmen“, verkündet das Königshaus.Zudem ist Prinzessin Ingrid Alexandra nach Norwegen zurückgekehrt, um näher bei ihrer Familie zu sein. Sie wollte eigentlich das Herbstsemester 2026 an der Universität Sydney verbringen. Prinz Sverre Magnus plant, im Herbst dieses Jahres sein Studium in Europa zu beginnen und nach Norwegen zurückzukehren, sobald es die Situation erfordert.Lesen Sie auchDie schwer kranke norwegische Kronprinzessin war bereits am Donnerstag kurzzeitig im Krankenhaus. Der Nachrichtenagentur NTB zufolge wurde die 52-Jährige am Nachmittag in Begleitung von Prinzessin Ingrid Alexandra und Kronprinz Haakon beim Betreten der Universitätsklinik in Oslo gesehen. Etwa zweieinhalb Stunden später verließen die drei das Hospital wieder. Dem Sender NRK zufolge trug Mette-Marit eine Sauerstoffflasche auf dem Rücken. Mette-Marit hat eine schwere Lungenfibrose und wird seit Monaten auf eine mögliche Lungentransplantation vorbereitet. Laut NTB kann diese Operation nur in der Universitätsklinik in Oslo durchgeführt werden. Spenderlungen sind aber sehr rar. Ob und wann die Personen auf der Warteliste eine Transplantation erhalten, wird demnach sehr kurzfristig entschieden.dpa/saha/jm