Statt plus 0,1 Prozent nun doch minus 0,2 Prozent: Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im ersten Quartal 2026 zurückgegangen. Irland musste seine Konjunkturdaten zuletzt massiv revidieren, das belastet auch die Euro-Wirtschaft.
05.06.2026, 12.05 Uhr
Signal an die EZB: Die Europäische Zentralbank steht wohl vor der ersten Leitzinserhöhung seit Jahren
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone sank im ersten Quartal um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Es korrigierte damit eine frühere Schätzung nach unten, die noch ein Miniwachstum von 0,1 Prozent ergeben hatte. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht.
Die Korrektur hatte sich abgezeichnet, nachdem zuvor Irland seine Konjunkturdaten massiv revidiert hatte. Auf der Insel brach das BIP im ersten Quartal um 12,1 Prozent ein, nachdem zunächst nur ein Minus von 2 Prozent gemeldet worden war. Der Absturz ist auf Sondereffekte im großen multinationalen Sektor des Landes zurückzuführen, insbesondere in der Pharmabranche.2025 wuchs die irische Wirtschaft um 12,3 Prozent. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, angetrieben durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle und eine boomende Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehmmedikamente . Dieser Effekt kehrte sich nun um.










