Euro-Logo in Frankfurt: das schwache Wachstum bringt die Notenbank EZB in Zugzwang
Schlechte Nachrichten von der europäischen Konjunktur: Die Wirtschaft in der Eurozone ist im ersten Quartal überraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte.
Die Statistiker korrigierten damit eine frühere Schätzung nach unten, die noch ein Miniwachstum von 0,1 Prozent ergeben hatte. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht.
Die Korrektur hatte sich abgezeichnet, nachdem zuvor Irland seine Konjunkturdaten massiv revidiert hatte. Auf der Insel brach das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 12,1 Prozent ein, nachdem zunächst nur ein Minus von zwei Prozent gemeldet worden war.
Der Absturz ist auf Sondereffekte im großen multinationalen Sektor des Landes zurückzuführen, insbesondere in der Pharmabranche. Im vergangenen Jahr wuchs die irische Wirtschaft um 12,3 Prozent. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, angetrieben durch Lageraufstockungen wegen drohender Zölle und eine boomende Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehmmedikamente. Dieser Effekt kehrte sich nun um.











