Ölkonzerne in Deutschland haben im ersten Monat nach der Einführung des Tankrabatts laut einer Greenpeace-Analyse einen Übergewinn von 702 Millionen Euro gemacht. Wie die Umweltorganisation am Freitag mitteilte, sank zwar der durchschnittliche Spritpreis nach Einführung des auf zwei Monate befristeten und 1,6 Milliarden Euro teuren Tankrabatts; dennoch verdiene die Branche weiter deutlich mehr als vor Beginn des Iran-Kriegs.Die Mehreinnahmen seien in etwa so hoch wie die Aufwendungen der Steuerzahler zur Finanzierung des Tankrabatts. In den Monaten März, April und Mai addierten sich die zusätzlichen Gewinne am deutschen Tankstellenmarkt demnach auf 2,4 Milliarden Euro.Greenpeace warf der Bundesregierung eine „kopflose Steuerpolitik“ vor. Mit dem Tankrabatt würden Steuermilliarden zugunsten der Ölkonzerne mit der Gießkanne verteilt. „Statt unsozialer Geldverschwendung brauchen wir jetzt Maßnahmen wie ein Tempolimit, die den Ölverbrauch schnell senken, und eine Steuer gegen die Abzocke der Ölkonzerne“, sagte Lena Donat von Greenpeace. (KNA)
Greenpeace kritisiert „kopflose Steuerpolitik“: Tankrabatt soll Ölkonzernen 702 Millionen Euro Übergewinn eingebracht haben
Der Tankrabatt kostet 1,6 Milliarden Euro – doch Greenpeace zufolge floss das Geld vor allem in die Kassen der Ölkonzerne. Die Umweltorganisation fordert nun andere Maßnahmen.








