Ich sitze abends auf dem Sofa. Ein langer Arbeitstag, kaltes Wetter. Noch schnell zum Sport, dann Essen zubereiten und ab unter die Decke. Noch eine Stunde Fernsehen, dann schlafen. Ich schalte das TV-Gerät an. Die Icons der ganzen Streaming-Apps, die ich abonniert habe, buhlen um meine Aufmerksamkeit. Ich öffne die Netflix-App, suche, recherchiere, vergleiche und lese mir auf meinem Smartphone Rezensionen zu Serien und Filmen durch.Anzeige
Während ich so durch das Angebot schaue, bemerke ich kaum, wie eine halbe Stunde vergeht. Ich werde müde. Okay, bei Netflix ist nichts dabei. Ich checke mal Amazon Prime aus … Wieder sind zehn Minuten vergangen und ich bin immer noch nicht fündig geworden. Und dann passiert etwas, das nicht selten ist: Ich schalte den Fernseher aus und schaue … gar nichts. Es sind 45 Minuten vergangen, in denen ich mich nicht entspannt, sondern eher gestresst habe. Ich gehe ins Bett, lese noch etwas und schalte dann gegen 22 Uhr das Licht aus.
Es ist nicht so, dass diese Beobachtung wirklich neu ist. Ich kenne dieses Verhalten schon länger. Neulich habe ich mich trotzdem dabei ertappt, wie ich den Katalog von HBO Max Deutschland durchgeschaut habe, mit dem Hintergedanken, ein Abo abzuschließen. Schließlich handelt es sich um HBO Max, die Plattform mit einigen der hochwertigsten TV-Produktionen überhaupt: Game of Thrones, The White Lotus, The Last of Us oder Succession – oder auch Klassiker wie The Sopranos oder The Wire.Anzeige







