Im Innenbereich des Flughafens Frankfurt hat der Betreiber Fraport Plakate geklebt. Darauf zu sehen ist ein Riss am Triebwerkseinlass eines Flugzeugs. Hinweis: Unachtsamkeit führte zu diesem Schaden, 200.000 Euro. Ein zweites zeigt tiefe Schrammen an einem Flugzeugrumpf, verursacht durch einen Gepäckwagen, Schaden 2,3 Millionen Euro. „Schäden kosten Geld. Und unseren guten Ruf“, mahnt Fraport seine Mitarbeiter. Am vergangenen Donnerstag ist einiges an Schaden hinzugekommen.Eine Maschine der Lufthansa sackte an der Parkposition zusammen, als das Bugfahrwerk eingefahren wurde oder wegknickte, was die Ursache war, wird untersucht. Sie schlug mit der Nase auf, die Triebwerke touchierten den Boden, eine Frachttür prallte auf einen Hubwagen, an der Fluggastbrücke und der geöffneten Flugzeugtür wird es auch Beschädigung geben. Der nach Liste 300 Millionen Dollar teure Dreamliner ist weitgehend aus Carbon, es taucht die Frage nach Mikrorissen auf und ob er jemals wieder eine Freigabe bekommen wird. Die Boeing ist ein Jahr alt und zählt zu den modernsten Flugzeugen der Lufthansa.Und doch ist vor allem eines festzuhalten: Lufthansa und Fraport hatten riesiges Glück. Steht ein Flugzeug am Boden, wird auch unter ihm viel gearbeitet. Der Tankwart stöpselt den Schlauch unten an die Tragfläche an. Kommunikationsleitung und Luftzufuhr werden unter dem Cockpit angeschlossen. Gepäckwagen fahren zur Beladung von schräg unten an die Frachttüren. Bremsklötze werden an die Räder gelegt. Der Pilot macht vor dem Abflug einen Sichtrundgang an Rumpf, Triebwerken und Fahrwerk.Man sieht in den Videos, wie knapp die offene Frachttür einen Arbeiter verfehlt, als der Flieger einknickt. Wie ein anderer vielleicht zwei Meter neben der aufschlagenden Nase steht. Es gibt leider Verletzte, die im Flugzeug waren, es gibt hohen Sachschaden. Es hätte viel übler ausgehen können. Der Tag war ein Glückstag.