Es gibt diesen Moment im späten Mai, in dem sich Universitätsstädte verwandeln. Die Bibliotheksfenster stehen offen, auf den Wiesen vor den Mensen liegen die ersten Decken, Musik klimpert aus Bluetooth-Boxen. Der Sommer hält Einzug: In einem Monat beginnen die Semesterferien.
Reporter der Ostdeutschen Allgemeinen haben sich an Hochschulstandorten in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt umgeschaut. Sie führten Gespräche mit Studenten, einer Bevölkerungsgruppe, die von steigenden Lebenshaltungskosten besonders betroffen ist.
Dabei stellte sich heraus: Was lange als Standortnachteil galt – Überschaubarkeit, Ruhe, freier Wohnraum in der Platte – entwickelt sich gerade zum Standortvorteil. Hinzu kommt: Viele der Hochschulen sind fachlich exzellent aufgestellt, oft führend mit ihren Schwerpunkten, international gut vernetzt.
Eine Generation, die nach Corona vorsichtiger geworden ist, sucht Nähe statt Anonymität, persönlichen Kontakt statt Massenveranstaltung. Das heißt nicht, dass weniger gefeiert würde. Aber gefeiert wird anders: bewusster, kleiner, oft selbstorganisiert.
Vier Stadtporträts, vier Perspektiven – und eine gemeinsame Erkenntnis: Hier entsteht gerade etwas, das es sich lohnt, genauer anzuschauen.








