Analyse
Stand: 04.06.2026 • 20:21 Uhr
Ein "Frontalangriff" aus Brüssel und lautes Grummeln an der Basis: Söder steht in der CSU unter Druck. Einiges erinnert an das Ende der Stoiber-Ära. Was ist dran an der "Söder-Dämmerung"?
Es brodelt in der CSU: Von "sehr viel Unmut" bei Parteimitgliedern ist die Rede, von einer "massiven Anti-CSU-Stimmung" und von einem "teils als überheblich empfundenen Auftreten von Verantwortlichen", so steht es in einem internen Papier des Kreisverbands Bad-Tölz-Wolfratshausen: "Selbst eingefleischte CSU-Mitglieder wenden sich inzwischen von uns ab." Die Inhalte kursieren auf der Plattform X, zuerst hatte der Stern berichtet.
Parteichef Markus Söder hat das Schreiben offenbar nie direkt erreicht. Es handle sich "lediglich um eine interne Stoffsammlung", die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sei, sagt der CSU-Kreisvorsitzende Thomas Holz. Er räumt aber ein, dass es nach der bayerischen Kommunalwahl die Idee gegeben hat, sich an Söder zu wenden, und daher das Papier verfasst wurde.










