Hansa Rostock, Erzgebirge Aue, der VfB Krieschow, der Hallesche FC und Carl Zeiss Jena bildeten so etwas wie das Vorprogramm für den FC Bayern München. Beim „Tag der Amateure“ mit drei Landespokal-Konferenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten bekamen sie vor knapp zwei Wochen in den Endspielen ihrer jeweiligen Landesverbände eine so große Bühne, wie sie sie im Ligabetrieb sonst selten erhalten.

Mehr als 200.000 Euro haben die Ostklubs bereits sicher

Für die fünf neuen Titelträger aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen aber war das im Prinzip nur ein Vorgeschmack auf das, was sie in der neuen Saison bei ihrem Start im DFB-Pokal erwartet. Im Duell mit einem großen Verein aus der 1. oder 2. Bundesliga steigt nicht nur die Aufmerksamkeit noch einmal deutlich, sondern es ist auch eine Prämie im sechsstelligen Bereich garantiert.

Mehr als 200.000 Euro bringt allen Vereinen die Qualifikation für die erste Hauptrunde, TV- und Zuschauereinnahmen sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Neben dem sportlichen Anreiz, das Finale in Berlin zu erreichen, geht es für die jährlich 64 startenden Vereine also auch monetär um eine immer größer werdende Summe, die vom DFB ausgeschüttet wird. „Siegen lohnt sich“, schreibt der Verband auf seiner Homepage bei der Aufschlüsselung des gesamten Prämienbetrags, der in der abgelaufenen Saison 75 Millionen Euro betrug – 800.000 mehr als im Vorjahr. Aber: In der Saison 2015/16, also gerade einmal zehn Jahre zuvor, hatte der DFB „lediglich“ 50 Millionen Euro an die 64 Vereine ausgeschüttet.Die genaue Summe für die Spielzeit 2026/27 hat der DFB noch nicht bekannt gegeben. Dafür wird er am Sonnabend (18 Uhr) im Deutschen Fußballmuseum die erste Runde im kommenden Wettbewerb auslosen. Als Losfee wird der mittlerweile ehemalige Schiedsrichter Deniz Aytekin an den beiden Lostöpfen mit je 32 Mannschaften stehen und den Profi- und Amateurvereinen ihre Gegner zulosen.