In der Kritik: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant Einschnitte im Gesundheitswesen und sorgt damit für Aufruhr in der Pharmaindustrie
Die Entscheidungen der Unternehmen haben vielfältige Hintergründe. Fakt ist jedoch: Die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen spielen dabei eine wichtige Rolle, die Entscheidungen der Konzerne rücken also auch Gesundheitsministerin Nina Warken (47; CDU) in den Fokus.Eli Lilly begründet seinen Schritt explizit mit den geplanten Einschnitten im deutschen Gesundheitssektor. Boehringer Ingelheim verweist unter anderem auf diesen Zusammenhang.
Landesregierung von Rheinland-Pfalz ist alarmiertDer rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (50; CDU) betonte, die Entscheidungen der Firmen ernst zu nehmen. Die Landesregierung habe umgehend Kontakt aufgenommen und werde im laufenden Gesetzgebungsverfahren in Berlin vermittelnd Einfluss nehmen.
Der Chef von Eli Lilly, Dave Ricks (59), nannte die geplante Gesundheitsreform im „Handelsblatt“ ein „schreckliches Signal“. „Deutschland wird bei der Unterstützung unserer Industrie auf den letzten Platz der europäischen Märkte fallen.“
Eli Lilly wollte bislang 2,5 Milliarden US-Dollar in die neue Produktionsstätte in Alzey stecken. Vor dem Hintergrund des gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland sei nun geplant, den noch ausstehenden Umfang des Projekts um 50 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung zu reduzieren, hieß es.











