Neulich besuchte ich mal wieder Krakau, Polens alte Königsstadt. 41 Jahre waren vergangen, seit ich das letzte Mal da gewesen war, im Studentenaustausch 1985. Wie sehr hat sich diese Stadt seitdem verändert! Sie ist inzwischen eine aufpolierte Perle wie Prag, Wien und Budapest.

Zum Glück aber sind Straßen, Plätze und Museen noch nicht ganz so vollgestopft. Noch findet man Platz in Cafés und Kneipen, die – aus dem Polnischen übersetzt – Namen tragen wie: „Das erste Lokal in der Stolarska-Straße auf der linken Seite, wenn man vom Kleinen Markt kommt“ oder „Sieben Milliarden Lächeln, und deins ist mir das Liebste“.

Reise

Reisereportage über Krakau: In diese Stadt werden Sie sich verlieben!

Dauerhaft könnte ich dort aber nicht leben. Und zwar gerade wegen all der Versuchungen. Nehmen wir mal die Kremówka, die es etwa auf dem Wawel gibt: leckere Stücken aus flockig-knusprigen Blätterteig-Vanillecreme-Schichten, üppig mit Puderzucker bestreut. Ich würde mich täglich daran überfressen. Wie auch mit Honigtorte und Pistaziencreme-Stücken. Nach ein paar Wochen wäre ich fett und träge. Es täte mir wirklich nicht gut.