Wladimir Putin hat dem französischen Energiekonzern TotalEnergies den Ausstieg aus dem russischen LNG-Projekt Arctic LNG 2 genehmigt. Dies geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Dekret hervor.Demnach darf TotalEnergies seinen Anteil von zehn Prozent an dem Flüssigerdgasprojekt in der Arktis an das Unternehmen Nordline LLC übertragen. Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax handelt es sich dabei um eine Tochtergesellschaft des Gasproduzenten Novatek, der bereits 60 Prozent an Arctic LNG 2 hält.
Der Schritt ist bemerkenswert. Genehmigungen für den Verkauf strategisch wichtiger Vermögenswerte durch westliche Unternehmen sind in Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs selten geworden. TotalEnergies gehörte zudem zu den wenigen großen westlichen Energiekonzernen, die auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine an mehreren LNG-Projekten im Land festhielten.
Putins LNG-Vorzeigeprojekt steht unter Druck
Arctic LNG 2 gilt als eines der zentralen Vorhaben für Russlands langfristige LNG-Strategie. Das Terminal sollte ursprünglich jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Flüssigerdgas in die Welt exportieren. Sogar die Bundesregierung hatte vor dem Ukrainekrieg eine Beteiligung am russischen LNG-Projekt ernsthaft geprüft.







