Ende 2025 hätten zum ersten Mal knapp 50 Prozent der Haushalte Zugang zu einem Glasfaseranschluss bis ins Gebäude (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH) haben können – oder die Möglichkeit, diesen „kurzfristig herstellen zu lassen“. Das teilte das Digitalministerium am Donnerstagmorgen mit. Es beruft sich dabei auf die aktuellen Zahlen des Breitbandatlas-Portals. Zwischen Mitte 2025 und Ende 2026, also etwa dem Zeitraum, seitdem es das Digitalministerium gibt, sei das ein Anstieg um sechs Prozentpunkte.

„Der Glasfaserausbau nimmt Fahrt auf“, sagt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). Und kündigt an, über die regulatorischen Rahmenbedingungen weitere Geschwindigkeit in den Ausbau bekommen zu wollen. „Die nächsten Schritte sind die Novelle des Telekommunikationsgesetzes und eine gemeinsame Absichtserklärung mit Unternehmen, Ländern und Kommunen, um weitere wichtige Impulse für den flächendeckenden Ausbau mit zukunftssicheren Glasfasernetzen zu setzen.“

FTTB mit größtem Sprung

Den größten Sprung bei den Daten machte der Messwert für FTTB: von 11,43 Prozent im Juni 2025 auf 20,24 Prozent sprang die Zahl der Privataushalte, bei denen die Glasfaser zumindest als Anschluss am Gebäude ankommt. Bei Mehrfamilienhäusern ist das mit einer direkt nutzbaren Glasfaseranbindung jedoch nicht identisch: Dort muss erst noch die Glasfaser bis zum eigentlichen Nutzer verlegt werden. Erst dann gilt es als real buchbares FTTH und somit tatsächlich nutzbar – bei FTTH selbst haben die Anbieter der zuständigen Bundesnetzagentur eine Verfügbarkeit von knapp über 40 Prozent für den Breitbandatlas gemeldet. Jedes fünfte Glasfaserbündel endete also zum Jahreswechsel noch nicht nutzbar am Gebäude – und gebucht sind diese Anschlüsse durch die Kunden dann immer noch nicht.