PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltLebenslange Haft für Todesfahrer von Magdeburg gefordertStand: 15:51 UhrLesedauer: 4 MinutenDer Prozess gegen den Todesfahrer wird unter hohen Sicherheitsvorkehrungen geführt. (Archivbild)Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaIn Magdeburg fuhr vor eineinhalb Jahren ein 50-Jähriger mit einem Auto über den Weihnachtsmarkt. Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Die Anklage will ihn lebenslang in Haft sehen.Infolge des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt waren sechs Menschen gestorben, weit mehr als 300 wurden teils schwer verletzt: Die Generalstaatsanwaltschaft fordert für den Todesfahrer eine lebenslange Freiheitsstrafe.Die Tat, die nur eine Minute dauerte, habe in ihrer Massivität jede menschlich begreifbare Dimension gesprengt, sagte Oberstaatsanwalt Matthias Böttcher vor dem Landgericht Magdeburg. Es sei schier unbeschreiblich, welches Leid der Angeklagte damit über viele Menschen und Familien gebracht habe. Tiefe Verachtung, Ekel und Wut seien angesichts dessen verständlich.«Es ging und geht dem Angeklagten nur um sich selbst»An der Täterschaft des Angeklagten habe zu keinem Zeitpunkt Zweifel bestanden, sagte Böttcher. Er habe die Tat lange geplant, aber keine ernsthaften ideologischen Ziele verfolgt. «Es ging und geht dem Angeklagten nur um sich selbst», so der Oberstaatsanwalt. Er möge sich selbst als Flüchtlingshelfer und Islamkritiker verstehen, sein eigentliches Motiv sei im Konflikt mit einer Kölner Flüchtlingshilfeorganisation zu sehen, gegen die er vor Gericht verlor.