Stand: 04.06.2026 • 15:31 Uhr

Die erneuerte und von den USA unterstützte Waffenruhe im Libanon hielt nicht lange: Schon in der Nacht gab es neue Gefechte. Nun meldete sich die Hisbollah zu Wort: Sie lehnt die Vereinbarung ab.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz lehnt die jüngste Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und der libanesischen Regierung ab. "Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils", hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von Hisbollah-Chef Naim Kassim. Eine Auslegung der Waffenruhe, nach der die Hisbollah ihre Angriffe einstellen müsse, während die israelischen Angriffe andauerten, komme einer "Kapitulation" gleich.

Für die Miliz seien eine vollständige Waffenruhe und der Abzug Israels aus dem Süden des Libanon entscheidend, sagte Kassim. Zugleich erklärte er, die Hisbollah befürworte einen umfassenden Waffenstillstand, der das Ende aller israelischen Angriffe, den Rückzug Israels aus libanesischem Gebiet, die Rückkehr der Vertriebenen und den Wiederaufbau einschließen müsse. Er warnte, dass der Norden Israels nicht sicher sei, solange libanesische Dörfer bombardiert und Menschen getötet würden.