In Niedersachsen können erste Schüler ab dem kommenden Schuljahr Plattdeutsch als reguläre zweite Fremdsprache wählen. Das Kultusministerium in Hannover erteilte der Oberschule im ostfriesischen Uplengen nach Angaben vom Donnerstag die Genehmigung, Niederdeutsch als Unterrichtsfach anzubieten. »Heute schreiben wir ein neues Kapitel für unsere Sprachenvielfalt in Niedersachsen«, erklärte Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) dazu.

Die Genehmigung gilt laut Ministerium für Schüler, die ab dem 1. August in den sechsten Jahrgang der Oberschule in der Gemeinde nordwestlich von Leer eintreten. Plattdeutschunterricht in Wahlpflichtfächern oder Arbeitsgemeinschaften gibt es demnach an niedersächsischen Schulen schon länger. Neu ist aber das Angebot als reguläre zweite Fremdsprache.Die Schule arbeitet demnach eng mit der Universität Oldenburg bei der Ausbildung von Lehramtsstudierenden zusammen. An der Hochschule wird für diese bereits seit 2023 ein entsprechender Studiengang für Niederdeutsch angeboten. In Uplengen sollen ab 2028 auch die nötigen Ausbildungsplätze bereitstehen, um Referendarinnen und Referendare im sogenannten Vorbereitungsdienst für das neue Unterrichtsfach zu schulen.