Apple entwickelt die Vision Pro zumindest auf absehbare Zeit nicht weiter. Davon geht ein bekannter Apple-Analyst aus Taiwan aus, der in der Vergangenheit oft richtig lag. Den jüngsten Informationen von Ming-Chi Kuo zufolge, der für TF International Securities arbeitet, ist Apples Mixed-Reality-Headset von der Roadmap verschwunden.

Konzentration auf Smartglasses

Zwischenzeitlich soll Apple unter anderem eine leichtgewichtigere Variante („Vision Air“) geplant haben, diese wird aber ebenfalls angeblich nicht weiterverfolgt. Laut Kuo kommt die Ansage von Apples nächstem CEO John Ternus. Der wolle sich nun voll auf Smartglasses mit Massenmarktansprache konzentrieren. Zuletzt hatte Bloomberg-Reporter Mark Gurman über Apples neue Strategie geschrieben, das gesamte Brillengeschäft umkrempeln zu wollen – also nicht nur die Nische der Smartglasses. Dabei handelt es sich um einen Markt, der weltweit auf 200 Milliarden US-Dollar im Jahr geschätzt wird.

Apple soll zunächst Smartglasses ohne Bildschirm planen, wie sie Meta und Co. längst anbieten, später dann solche mit Display. Laut Kuo wird Apple dazu optische Waveguides verbauen, die das Bild direkt auf die Augen lenken. Kuo rechnet mit „normalen“ Smartglasses nun im Jahr 2027, Gurman hatte Ähnliches vernommen und auf Ende des Jahres getippt. Smartglasses mit Display sieht Kuo jedoch nicht vor 2029. Apple-intern sei das Projekt nach hinten geschoben worden. Grund dürften technische Herausforderungen sein.