Stand: 04.06.2026 • 12:13 Uhr
In wenigen Tagen tritt das neue europäische Asylsystem in Kraft, die EU hat deshalb mehrere Mitgliedstaaten aufgefordert, die Kontrollen an den Binnengrenzen einzustellen. Dem hat Innenminister Dobrindt nun eine Absage erteilt.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat den jüngsten Forderungen nach einem Ende der deutschen Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraums eine Absage erteilt. Die Grenzkontrollen hätten eine deutlich positive Wirkung auf das gesamte Migrationsgeschehen gehabt, erklärte Dobrindt am Rande eines Treffens der EU-Innenminister in Luxemburg.
Die Grenzkontrollen seien das "sichtbare Zeichen der Veränderung der Migrationspolitik in Deutschland" und hätten einen positiven Effekt auf ganz Europa gehabt, so Dobrindt: "Deswegen ist es aktuell eindeutig so, dass diese wirkungsvollen Grenzkontrollen weiter funktionsfähig aufrechterhalten werden."
Dobrindt räumte ein, dass das Instrument der Grenzkontrollen vor dem Hintergrund der jüngsten Reformen der EU-Migrationspolitik "flexibel weiterentwickelt" werde, aber "wir werden diese Kontrollen auch weiterhin brauchen".










