Die Nutzerinnen und Nutzer von Schwimmbädern und Saunen der Brandenburger Landeshauptstadt sollen besser vor unerwünschten Foto- und Filmaufnahmen geschützt werden. Nach Angaben der Stadt stimmten die Stadtverordneten für ein Verbot von Smartglasses mit Kameras und Mikrofonen in den Bädern der Stadt. Das Verbot soll explizit in die Haus- und Badeordnung der Bäderlandschaft Potsdam aufgenommen werden, der Beschluss muss noch umgesetzt werden.
»Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen können«, heißt es im Antrag der Fraktion Grüne/Volt. »Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wissen.«Die Brillen sind oft kaum als smart zu erkennenBadegäste in Badebekleidung hätten ein berechtigtes Interesse an einem unbeobachteten Aufenthalt und müssten vor der missbräuchlichen Nutzung von Smartglasses geschützt werden. Das Personal soll geschult werden, um die Brillen zu erkennen. Auf den ersten Blick ist das oft nicht möglich. Millionenfach verkaufte Modelle, wie die von Facebooks Mutterkonzern Meta, sind kaum von herkömmlichen Brillen zu unterscheiden. Die in Kooperation mit Brillenmarken wie Ray-Ban und Oakley produzierten Geräte basieren auf ähnlichen Designs wie andere seit Jahren verbreitete, herkömmliche Brillen ohne Aufnahmefunktionen.










