Elon Musk strebt beim Börsengang von SpaceX eine Bewertung von 1,8 Billionen Dollar an – und spielt einmal mehr nach eigenen RegelnBeim IPO von SpaceX setzt Elon Musk neue Massstäbe. Doch die spektakulärste Zahl könnte am Ende sein eigenes Vermögen betreffen.04.06.2026, 08.55 Uhr2 LeseminutenSpaceX schreibt zwar Verluste, strebt aber dennoch einen Börsengang in rekordhohen Dimensionen an.John Raoux / APElon Musk denkt in grossen Dimensionen. Der reichste Mann der Welt plant Flüge zum Mars, er will eine Stadt auf dem Mond bauen und stellt Rechenzentren im Weltall in Aussicht. Da überrascht es wenig, dass Musk auch beim angestrebten Börsengang seines Weltraumkonzerns SpaceX dick aufträgt. Da machen die vom Unternehmen festgelegten Modalitäten des Initial Public Offering (IPO) deutlich.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Brechen mit den Regeln der Wall StreetZwar schreibt SpaceX noch immer Verluste – und potenzielle Investoren müssen darauf hoffen, dass sich Musks Pläne irgendwann in Gewinne ummünzen lassen. Mit einem Ausgabepreis von 135 Dollar strebt der Konzern jedoch eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar an. SpaceX will über den Börsengang rund 75 Milliarden Dollar einnehmen, was ungefähr der bisher erwarteten, jedoch ambitiösen Summe entspricht.Musk wäre nicht Musk, wenn er beim geplanten IPO nicht mit einigen ungeschriebenen Regeln der Wall Street brechen würde. So nennen Unternehmen bei einem Börsengang in aller Regel zunächst nur eine Bandbreite für den Ausgabepreis – und machen den Preis dann vom Interesse der Investoren abhängig. Nicht so bei SpaceX: Die Firma legt den Preis selber fest. Die Abgabe von Kontrolle an den Finanzmarkt gehört nicht zur DNA des selbstbewussten Unternehmers.Zum Bedürfnis Musks, die Dinge in der Hand zu behalten, passt eine weitere Besonderheit des IPO. So wird er auch nach dem Verkauf der Anteilscheine in Eigenregie die Richtung von SpaceX vorgeben können. Möglich machen dies Vorzugsaktien mit höheren Stimmrechten. Dank diesen verfügt Musk über einen Stimmrechtsanteil von 82 Prozent. Er muss sich bei Entscheiden also auch künftig von niemanden dreinreden lassen. Die Aktionäre mutieren zu Beobachtern seiner Visionen.Musk auf dem Sprung zum BillionärDas IPO verhilft nicht nur SpaceX zu hoher Bewertung. Dasselbe gilt für Musk selbst. Sein Anteil am Unternehmen dürfte zum festgelegten Ausgabenpreis rund 877 Milliarden Dollar wert sein. Rechnet man zu dieser Summe noch den Wert seiner ungefähr 350 Milliarden Dollar schweren Beteiligung an Tesla, dem von ihm geführten Hersteller von Elektrofahrzeugen, hinzu, stehen die Chancen gut, dass Musk bald zum ersten Mensch mit einem Billionenvermögen aufsteigen wird.Mehr folgtPassend zum Artikel