Der SpaceX-Börsengang soll mit einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar zum größten der Geschichte werden. Eine Analyse der Unterlagen zeigt: Elon Musk ist vor allem ein Großmeister des Financial Engineering.

22.05.2026, 09.03 Uhr

Nebengeschäft: Mit dem Starship will SpaceX künftig vor allem das KI-Business im Weltall befeuern

Mit der Veröffentlichung des S-1-Filings bei der US-Börsenaufsicht SEC ist klar: Elon Musks(54) bringt seine Space Exploration Company „SpaceX“ an die Technologiebörse Nasdaq. Basierend auf einer Bewertung von mindestens 1,75 Billionen US-Dollar soll der größte IPO der Geschichte circa 75 Milliarden US-Dollar an neuen Investorengeldern in die Kassen spülen. 30 Prozent davon hat Musk für Kleinanleger reserviert.

Aber auch institutionelle Investoren zeigen reges Interesse. Weil erst einmal nur circa 5 Prozent der Aktien von SpaceX in Umlauf kommen, kann man davon ausgehen, dass relativ viel Nachfrage von Spekulanten und Musk-Fans auf ein viel zu kleines Angebot an handelbaren Anteilen trifft. Das könnte den Kurs am ersten Tag explosionsartig in die Höhe treiben.Weitere Kursanstiege könnten durch die Aufnahme in relevante Indizes wie Nasdaq 100, S&P 500 oder MSCI World winken. Laut Bloomberg erwägen Index-Betreiber, ihre Richtlinien aufzuweichen, sodass ETF-Manager, die Indizes 1:1 abbilden, relativ schnell weitere Aktien von SpaceX kaufen müssten. Die erneute Verknappung könnte dem Börsenneuling mit Billionenbewertung zusätzlichen Rückenwind geben.