Elektroautos könnten für Kfz-Werkstätten zunehmend zum Geschäftsproblem werden. Während Stromer auf deutschen Straßen immer häufiger werden, fallen viele klassische Wartungsarbeiten weg – und damit auch wichtige Einnahmequellen für Werkstätten. Wie stark sich dieser Wandel auswirken kann, zeigt nun ein Blick nach Norwegen.

Dort erzielt der VW-Importeur laut einem Bericht der Automobilwoche bei Elektroautos einen um 46 Prozent geringeren Werkstattumsatz als bei vergleichbaren Verbrennern. Hintergrund ist der geringere Servicebedarf von E-Autos: Ölwechsel entfallen, zahlreiche Verschleißteile werden nicht mehr benötigt und auch der allgemeine Wartungsaufwand fällt geringer aus. Für die Branche stellt sich damit die Frage, ob der Erfolg der Elektromobilität langfristig zulasten des Werkstattgeschäfts geht.

Warum Elektroautos deutlich weniger Wartung benötigen

Tatsächlich gilt der geringere Wartungsbedarf seit Jahren als einer der größten Vorteile von Elektroautos. Anders als Verbrenner benötigen Stromer weder Motoröl noch Ölfilter oder Zündkerzen. Auch Bauteile wie Auspuffanlagen oder Kupplungen entfallen vollständig. Durch die Rekuperation werden zudem die Bremsen häufig weniger stark belastet, was den Verschleiß zusätzlich reduziert.