Den St. Petersburger Himmel durchschnitt heute Früh eine große schwarze Rauchsäule: Wer in der Stadt sein Smartphone zur Hand nahm, um die Nachrichten zu checken, stellte fest, das mobile Internet stockte oder funktionierte nicht. Eine SMS-Warnung hatte die Einwohner bereits in den frühen Morgenstunden erreicht: „Achtung! Es besteht Drohnengefahr auf dem Gebiet von St. Petersburg, möglich sind Störungen des mobilen Internets.“ Viele lasen die Nachricht erst mit Verspätung – das Netz war zeitweise ausgestellt. Einen Luftalarm gab es in der zweitgrößten Stadt des Landes seit Beginn des Ukrainekriegs nicht.

Der Angriff auf die Anlagen zum Auftakt des internationalen Wirtschaftsforum SPIEF, muss als Machtdemonstration der Ukraine verstanden werden. Das Forum, das bis Samstag andauert, ist die wohl wichtigste internationale Bühne der russischen Administration im eigenen Land.

Ukraine-Krieg

Drohnenangriff auf Leningrader Gebiet: Pulkowo eingeschränkt, Forum startet in Sankt Petersburg

Das heute getroffene Ölterminal reiht sich in eine Serie ukrainischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Raum St. Petersburg ein. Andere wichtige Exportterminals der Region, insbesondere Ust-Luga am Finnischen Meerbusen, wurden in diesem Frühjahr bereits mehrfach attackiert.