Von 50 auf 100 Prozent : Georg von Holtzbrinck übernimmt „Zeit“ komplett03.06.2026, 14:44Lesezeit: 2 Min.Bislang gehörte die „Zeit“ den Verlagen Dieter von Holtzbrinck und Georg von Holtzbrinck jeweils zur Hälfte. Zum 1. Januar 2027 ändert sich das.Bei der „Zeit“ haben künftig die Holtzbrincks das Sagen. Das hatten sie bislang zwar auch, doch gibt die „Dieter von Holtzbrinck Medien“ zum 1. Januar 2027 ihre 50-Prozent-Beteiligung am Verlag der Hamburger Wochenzeitung ab und überträgt diese der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die damit Alleineigentümerin der „Zeit“-Verlagsgruppe wird. Über den Preis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Das Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen.Die „mögliche Bündelung der Eigentümerstruktur“ der „Zeit“ sei seit Längerem zwischen den Gesellschaftern vertraglich vorgesehen gewesen, teilten die Holtzbrincks und die „Zeit“ mit. Die Übergabe der Anteile trage der „seit Jahren bestehenden engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der ,Zeit‘ und dem künftigen Alleingesellschafter nun auch gesellschaftsrechtlich Rechnung“. Der strategische Kurs bleibe erhalten, organisatorische Auswirkungen gebe es nicht. Man schaffe „beste Voraussetzungen für die nächste Phase unseres Wachstums in Zeiten der Transformation der Medien“, erklärten Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck.Der „regelmäßige und vertrauensvolle Austausch“ zwischen den Tochtergesellschaften der Dieter von Holtzbrinck Medien, der Handelsblatt Media Group und der Verlagsgruppe „Tagesspiegel“ mit der „Zeit“-Verlagsgruppe werde ebenso wie die „Zusammenarbeit in unterschiedlichen Themenfeldern“ fortgesetzt. Die gemeinsam gehaltenen Beteiligungen zwischen der Dieter von Holtzbrinck Medien-Gruppe und der „Zeit“ blieben bestehen.Zur Georg von Holtzbrinck-Gruppe gehört die „Zeit“ seit 1996, die Dieter von Holtzbrinck Medien waren 2009 als Teilhaber eingestiegen. Die „Zeit“ erreichte mit ihren Produkten zuletzt, im ersten Quartal dieses Jahres, eine Gesamtauflage von 607.000 Exemplaren. Die Verlagsgruppe erwirtschaftete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 309,7 Millionen Euro.