Ein Hotel im bayerischen Lam soll israelischen Touristen die Buchung mit den Worten verweigert haben: „Tut uns leid, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt.“ Die Nachricht sei über die Plattform Booking.com verschickt worden, teilte das israelische Generalkonsulat München am Dienstagnachmittag mit, das die Echtheit des Screenshots nach eigenen Angaben geprüft hat. Der mutmaßliche Fall von Antisemitismus sorgt für Empörung.
Auch die israelische Generalkonsulin in München, Talya Lador, meldete sich zu Wort. Auf X schrieb sie: „Sind wir wieder in den 1930er Jahren?“ Lador lobte zugleich die Reaktion von Booking.com, das Hotel von seiner Plattform entfernt zu haben.
In Lam, einem anerkannten Luftkurort im Bayerischen Wald nahe der tschechischen Grenze, leben rund 2800 Menschen. Die Gemeinde ist bekannt für Wanderwege, Heilfasten, Wintersport und ruhige Erholung und gehört zum Landkreis Cham.
Die Generalstaatsanwaltschaft München hat wegen des Vorfalls nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Tatvorwurf laute auf Volksverhetzung gemäß Paragraf 130 Strafgesetzbuch, teilte die Behörde auf Anfrage der Berliner Zeitung mit. Gegenstand der Ermittlungen sei zunächst die vollständige Aufklärung des Sachverhalts. Zu weiteren Einzelheiten äußere sie sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Es gelte die Unschuldsvermutung.










