PfadnavigationHomePanoramaBayern„Große Menge an pyrotechnischen Gegenständen“ – 15-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge geplant habenStand: 13:53 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Ohel-Jakob-Synagoge in MünchenQuelle: Wolfgang Maria Weber/picture allianceEin 15-Jähriger soll einen Anschlag auf die Münchner Synagoge geplant haben. Bekannt wurden die mutmaßlichen Pläne, nachdem er sich beim Bau einer Kugelbombe selbst verletzt hatte. Der Teenager soll mit Islamisten sympathisieren.Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen 15-jährigen Jugendlichen, der mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sympathisiert und einen Anschlag in Deutschland geplant haben soll. Ziel der Anschlagspläne soll insbesondere eine Synagoge gewesen sein, erklärte die Münchner Generalstaatsanwaltschaft als Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Der Jugendliche, der in Untersuchungshaft sitzt, soll dafür „eine große Menge pyrotechnischer Gegenstände“ bei sich zu Hause gehortet haben.Laut einem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“ stammt der Heranwachsende aus dem Landkreis Augsburg. Der Zeitung zufolge soll er im vergangenen Oktober beim Zünden einer selbst gebastelten, tennisballgroßen Kugelbombe zwei Finger verloren haben. Im Zuge der weiteren Ermittlungen sei der Verdacht gegen ihn aufgekommen.Mehr von WELT in der Google-Suche: WELT als Medium bevorzugen„Ende Oktober 2025 soll er eine Explosion mit einem Selbstlaborat herbeigeführt haben, bei der er selbst sowie eine weitere Person verletzt wurden“, zitierte Antenne Bayern Oberstaatsanwalt Sebastian Murer. Die Polizei habe später in einer Garage drei Kilogramm Böller entdeckt. Im Zimmer des 15-Jährigen sowie auf seinen elektronischen Geräten seien zudem weitere verdächtige Beweismittel sichergestellt worden.Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft dem Schüler den Angaben zufolge die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Terrorismusfinanzierung, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vor. Bei der Explosion im Oktober wurde demnach eine weitere Person verletzt.Lesen Sie auchMit Blick auf die laufenden Ermittlungen sowie aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes wollte die Ermittlungsbehörde keine weiteren Angaben zu dem Fall machen. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für den Jugendlichen die Unschuldsvermutung.Sein Verteidiger wies den Vorwurf eines geplanten Anschlags zurück. „Mein Mandant hat sich mutmaßlich mit Inhalten konfrontiert, die gefährlich sein können. Aber ohne den Ermittlungsergebnissen vorgreifen zu wollen: Dass er fest entschlossen war, einen Anschlag zu verüben, wovon die Ermittler bislang offenbar ausgehen, kann ich derzeit nicht erkennen“, sagte Rechtsanwalt Moritz Bode, einer der Verteidiger des 15-Jährigen, der Zeitung. Bode verwies darauf, dass die seit etwa einem halben Jahr andauernde Untersuchungshaft für den Jugendlichen sehr belastend sei.AFP/dpa/kami
Bayern: „Große Menge an pyrotechnischen Gegenständen“ – 15-Jähriger soll Anschlag auf Synagoge geplant haben - WELT
Ein 15-Jähriger soll einen Anschlag auf die Münchner Synagoge geplant haben. Bekannt wurden die mutmaßlichen Pläne, nachdem er sich beim Bau einer Kugelbombe selbst verletzt hatte. Der Teenager soll mit Islamisten sympathisieren.






