PfadnavigationHomePanoramaAnschlag auf Synagoge geplantEr sprengte sich Finger mit Kugelbombe weg – Staatsanwalt erhebt Terror-Anklage gegen 15-JährigenStand: 10:53 UhrLesedauer: 2 MinutenEin 15-Jähriger aus dem Raum Augsburg soll mit dem Islamischen Staat sympathisiert und einen Anschlag auf eine Synagoge geplant haben. Nun erhob die Generalstaatsanwaltschaft München Anklage.Die Generalstaatsanwaltschaft München hat einen 15 Jahre alten Terrorverdächtigen angeklagt. Dem Beschuldigten werden unter anderem die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, vorsätzlicher unerlaubter Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte. Die Anklage erfolgte zum Jugendschöffengericht am Amtsgericht Augsburg. Der Jugendliche sitzt in Untersuchungshaft. Ende Oktober 2025 soll er eine Explosion herbeigeführt haben. Nach Angaben der „Augsburger Allgemeinen“ und des Bayerischen Rundfunks hatte sich der Teenager aus dem Landkreis Augsburg damals zwei Finger mit einer tennisballgroßen Kugelbombe weggesprengt, außerdem seien Gehör und Sicht geschädigt und ein Freund leicht verletzt worden.Im Rahmen der sich anschließenden Ermittlungen fand die Polizei nach Angaben des Anwalts des Jugendlichen drei Kilo Böller sowie Beweismaterial auf elektronischen Geräten. Lesen Sie auchDer Verdächtige, nach Angaben des Anwalts ein Deutscher, soll mit dem pyrotechnischen Material geplant haben, einen Anschlag insbesondere auf eine Synagoge zu begehen, hatte die Generalstaatsanwaltschaft im vergangenen Monat mitgeteilt. Dafür soll er auch schon einen selbstgebauten Sprengsatz gezündet haben.Nach früheren Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll der Jugendliche mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ sympathisiert haben. Der Anwalt erklärte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, sein Mandant sei in Fänge geraten, „die man so gar nicht registriert“. Nach Angaben der „Augsburger Allgemeinen“ soll er sich etwa Videos von Enthauptungen angesehen haben.Lesen Sie auchDer Verteidiger des 15-Jährigen wies den Vorwurf eines geplanten Anschlags bisher zurück. Bis zum Abschluss des Verfahrens gilt für den Jugendlichen die Unschuldsvermutung. lfb mit dpa