Wer auf die nächste Desktop-Prozessorgeneration wartet, muss sich wahrscheinlich noch eine Weile gedulden. Auf der IT-Messe Computex sprechen alle Quellen hinter vorgehaltener Hand von Vorstellungen frühestens Anfang 2027. Am Veranstaltungsort Taipeh tummeln sich derzeit alle relevanten Hersteller für Mainboards, Kühler, Arbeitsspeicher und andere Komponenten.

Dieses Jahr ist demnach bestenfalls mit Teasern und Ankündigungen zu rechnen, von einem tatsächlichen Lieferstart gehen Hersteller aber nicht mehr aus. Das betrifft AMDs Zen 6 für Desktop-PCs (Codename Olympic Ridge) und Intels Core Ultra 400 alias Nova Lake-S. Ein geeigneter Vorstellungstermin wäre die Elektronikmesse CES im Januar 2027.

Server > Desktop

Sowohl AMD als auch Intel fokussieren ihre Produktionskapazität derzeit auf Serverprozessoren, da diese für KI-Server und -Rechenzentren besonders lukrativ sind. Beide Firmen maximieren so ihren Profit. Marktbeobachter berichteten bereits, dass AMD und Intel die Produktionskapazität von Desktop- und Notebook-CPUs reduziert haben, um mehr Servermodelle herzustellen.

Der Chipauftragsfertiger TSMC soll die Compute-Dies für Nova Lake und Zen 6 mit 2-Nanometer-Strukturen (N2 / N2P) herstellen. Die Fertigungskapazität in dieser Fertigungsgeneration ist zum Start allerdings umkämpft. AMD hat bisher nur den Serverableger Epyc Venice mit N2-Technik offiziell angekündigt, der noch 2026 erscheinen soll. Ebenso kommen die Instinct-Beschleuniger der MI400-Serie mit 2-nm-Strukturen. Apple dürfte dieses Jahr die A20-Mobilprozessoren zunächst für die iPhone-18-Pro-Modelle damit bringen.