An der Ostseite der Schlemminer Berge bei Bützow öffnet sich der Blick weit ins Land – ein guter Platz, um eine Burg zu bauen. Das dachten sich wohl auch die Fürsten von Trechow, die hier schon im 12. Jahrhundert eine Wasserburg errichteten, an der Grenze zwischen slawischen und deutschen Siedlern. 1369 erbte Berthold von Maltzahn, Sohn der letzten Herrin von Trechow und Friedrich von Maltzahn, die Burg sowie die dazugehörigen Güter.
1590 bis 1601 erbaute Dietrich von Maltzahn auf den Mauern der Wasserburg ein kleines Burgschloss im Stil der Renaissance. Als eines der wenigen in diesem Baustil in Mecklenburg-Vorpommern fiel es nicht dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 zum Opfer und überstand auch die folgenden Wirren der Geschichte. Daher konnte der heutige Burgherr Christian Schierning von Plessen zum 1. Ostdeutschen Schlössertag am Pfingstmontag sein geschichtsträchtiges Haus für Besucher öffnen.
Etwa 50 wollen hören, was der Urenkel des vorherigen und 1945 enteigneten Besitzers Hennecke von Plessen über das besondere Burgschloss und seine Geschichte zu erzählen hat. Zahlreiche weitere Neugierige erkunden an diesem Tag eigenständig Gebäude und Schlosspark. Sonst ist die Burg Trechow nicht öffentlich zugänglich, 2026 nur noch zur Mittsommerremise am 20. Juni und zum Tag des offenen Denkmals im September.







