Stand: 03.06.2026 • 11:18 Uhr
EU-Unterhändler haben beschlossen, dass die Mitgliedsländer Abschiebezentren in Drittstaaten einrichten können. Solche Zentren hat die italienische Regierung in Albanien bereits eingerichtet - sind diese nun rechtens?
Italiens Innenminister Matteo Piantedosi gab sich in der Zeitung La Stampa selbstbewusst: Die bereits existierenden italienischen Abschiebelager in Albanien seien eine "innovative Lösung", die Europa nun als Vorbild diene. Tatsächlich hat die Italienische Regierung durch den neuen Asyl-Kurs in Brüssel politischen Rückenwind erhalten.
Dabei legitimiert die EU-Einigung zu Abschiebezentren in Drittstaaten die italienischen Lager nur in Teilen. Vorgesehen ist nämlich, dass diese Zentren von den Drittstaaten selbst verwaltet werden. In Albanien dagegen betreibt Italien die Lager in Eigenregie und unter eigenem Recht.
Piantedosi spricht dennoch von einem "großen Schritt nach vorn". Das Abkommen schließe einen langen, komplexen Verhandlungsprozess ab, den Italien mit Überzeugung unterstützt habe, so der Minister.













