Anthropic will den Zugriff auf sein leistungsstärkstes KI-Modell Mythos deutlich ausweiten und Organisationen in mehr als 15 Staaten damit nach Sicherheitslücken in systemrelevanter Software suchen lassen. Das hat das KI-Unternehmen jetzt mitgeteilt, ohne das aber aufzuschlüsseln. Die Financial Times berichtet unter Berufung auf eine eingeweihte Person, dass auch Einrichtungen in Deutschland und der Schweiz, sowie anderen europäischen Staaten, in Indien, Japan und Südkorea einen Zugriff erhalten sollen. Namentlich nennt die Zeitung Samsung, SK Hynix, das Finanzkommunikationsnetzwerk Swift und die Militärallianz NATO. Insgesamt soll das Anfang April ins Leben gerufene Projekt auf 150 neue Organisationen ausgeweitet werden.
Nur sicherheitsrelevante Organisationen mit Zugriff
Anthropic hat Mythos Anfang April vorgestellt und erklärt, dass das Modell so gefährlich sei, dass es nur Firmen zur Verfügung gestellt wird, die an IT-Sicherheit arbeiten. Das KI-Modell habe seitdem über 10.000 hochriskante Zero-Day-Lücken identifiziert, darunter auch welche in allen großen Betriebssystemen und jedem Internetbrowser. Gleichzeitig sei die KI-Technik deutlich häufiger in der Lage, einen funktionierenden Exploit für solche Lücken zu entwickeln, teilweise würden dafür sogar mehrere in Verbindung miteinander ausgenutzt. Im Rahmen von „Project Glasswing“ soll die Branche daran arbeiten, damit gefundene Lücken abzudichten. Damit soll die Branche bereit sein, wenn andere KI-Modelle zur Verfügung stehen, mit denen Kriminelle aufholen können.
















