Raus aus der digitalen Abhängigkeit von Microsoft? Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) will die Verwaltung des Freistaates unabhängiger machen – sein Ministerium startet eine Testphase für alternative Softwarelösungen. Von Opposition und IT-Anbietern wurden bereits seit Monaten Forderungen laut nach digitaler Unabhängigkeit, vor allem, weil zwischenzeitlich eine noch engere Bindung an Microsoft im Raum stand.Anzeige

Das Digitalministerium begründet seinen Schritt mit einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur föderalen Modernisierungsagenda, die im Dezember vergangenen Jahres stattfand. Das Ziel: „bis spätestens 31. März 2027 digital souveräne Alternativen zu proprietärer Arbeitsplatzsoftware“ zur Verfügung stellen, wie es laut Digitalministerium bei der Konferenz beschlossen wurde.

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Dabei geht es darum, sich nicht von einzelnen IT-Anbietern – konkreter: dem US-Konzern Microsoft – abhängig zu machen. Denn im Zweifel hat der Anbieter die Kontrolle über Technologien und könnte etwa Zugänge sperren. Alternativen wären europäische Softwarelösungen oder Open-Source-Anbieter, die frei zugänglich sind.Anzeige

Zu einer krisenfesten digitalen Infrastruktur gehöre es deshalb, „Behörden unabhängiger von Unternehmen aus Übersee zu machen, die unserer Verwaltung den sprichwörtlichen Stecker ziehen könnten“, sagte Mehring.