Gespräche zwischen USA und Iran laufen laut Trump ununterbrochenUS-Präsident Donald Trump bekräftigt ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.» „Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und spielte auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde.Netanjahu hält an Kriegsziel festIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält an dem Ziel fest, die iranische Regierung stürzen zu wollen. Die Führung in Teheran sei „dazu bestimmt, aus der Welt zu verschwinden“, sagte er bei einer Zeremonie zum Amtsantritt des neuen Leiters des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Roman Gofman. „Und wir werden ihr dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.“ Einzelheiten dazu, wie genau dies gelingen soll, ließ er offen. Merz appelliert an Hizbullah und IsraelBundeskanzler Friedrich Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf. „Die Bundesregierung sieht die jüngste Eskalation der Gewalt im Süden des Landes mit großer Sorge“, sagte Merz nach einem Treffen mit Ungarns neuem Ministerpräsidenten Peter Magyar in Berlin. „Die Hizbullah muss sofort aufhören, die Menschen in Israel anzugreifen, und sie muss ihre Waffen niederlegen.“ Die Bundesregierung rufe auch Israel dringend dazu auf, die im April vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. „Wir ermutigen Israel und Libanon, den eingeschlagenen Weg direkter Gespräche jetzt fortzusetzen“, sagte Merz auch mit Blick auf Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran.Zehn Jahre Haft für ein VideoWegen eines Videos von den Basar-Protesten in Teheran Ende Dezember 2025 ist ein Verkäufer zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das gab der Verurteilte Massud Piyaho am Montagabend bekannt. Das Video war seinerzeit von iranischen Aktivisten mit dem berühmten Tank-Man-Foto vom Tiananmen-Platz-Massaker in Peking verglichen worden. Es zeigt einen Mann auf dem Boden sitzend vor einer Gruppe von Regimekräften auf Motorrädern. Laut seinem Anwalt hatte Piyaho das Video nur auf seinem privaten Instagram-Kanal veröffentlicht. Andere hätten es dann auf anderen Kanälen weiterverbreitet. Die Proteste hatten sich später ausgeweitet und waren dann blutig niedergeschlagen worden. Tausende Demonstranten wurden getötet - selbst nach offiziellen Angaben mehr als beim Tiananmen-Massaker von 1989. Israelische Abgeordnete stimmen in erster Lesung für Auflösung des ParlamentsDie israelischen Abgeordneten haben in erster Lesung für einen Gesetzentwurf zur Auflösung des Parlaments gestimmt. 106 der 120 Mitglieder der Knesset unterstützten am Dienstag die von der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eingebrachte Gesetzesvorlage, die eine vorgezogene Parlamentswahl zwischen dem 8. September und 20. Oktober vorsieht. Der Gesetzesentwurf muss nun noch in zwei weiteren Lesungen gebilligt werden.Die Regierungsparteien hatten den Antrag zur Auflösung des Parlaments angesichts des drohenden Bruchs der Koalition eingebracht. Auslöser des Konflikts in der Regierung ist der Dauerstreit über eine gesetzliche Regelung zur Befreiung streng religiöser Männer vom Militärdienst. Wegen der von ihm zugesagten, aber bislang ausbleibenden Ausnahme ultraorthodoxer Jeschiwa-Studenten vom verpflichtenden Wehrdienst steht Netanjahu unter zunehmendem Druck seitens ultraorthodoxer Parteien. Sie hatten deshalb mit dem Bruch der Koalition gedroht.Mathias PeerIsrael meldet Beschuss aus LibanonTrotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung ist Israel nach Angaben der Armee von Libanon aus beschossen worden. Es seien am Dienstagmorgen zwei auf den Norden Israels gerichtete Geschosse abgefangen worden, erklärten die israelischen Streitkräfte. Libanesische Medien hatten kurz zuvor von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Die pro-iranische Hizbullah-Miliz erklärte ihrerseits, sie habe am späten Montagabend in Südlibanon israelische Soldaten angegriffen. Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump erklärt, er habe den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und die Hizbullah zu einer Deeskalation bewegt. Es würden „keine (israelischen) Truppen nach Beirut entsandt, und alle Truppen, die bereits unterwegs sind, wurden bereits zurückbeordert“, schrieb Trump.Mathias PeerTrump nennt „nächste Woche“ für mögliche Iran-EinigungDer amerikanische Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefoninterview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.Philipp von ReinersdorffNetanjahu: Werden Beirut angreifen, wenn Hizbullah Angriffe nicht einstelltIsrael hält an seiner harten Linie gegenüber der proiranischen Hizbullah-Miliz im Libanon ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump verkündeten Stopps gegenseitiger Angriffe fest. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilt am Abend auf der Plattform X mit, er habe mit Trump gesprochen und ihm mitgeteilt, dass Israel Terrorziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut angreifen werde, sollte die Hizbullah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen. „An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, schrieb Netanjahu weiter. Parallel dazu werde die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen. Philipp von ReinersdorffLibanons Präsident: Israels Angriffsstopp bezieht sich nur auf Beiruter VororteDer von US-Präsident Donald Trump angekündigte Stopp israelischer Angriffe auf die Hizbullah in Libanon bezieht sich nach Angaben von Libanons Präsidenten Joseph Aoun zunächst auf die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hizbullah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt auf der Plattform X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.Die Hizbullah ihrerseits habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Stopp der Angriffe mit Israel zugestimmt. Die libanesischen Behörden hätten eine entsprechende Bestätigung erhalten.Nach Angaben Aouns informierte US-Präsident Donald Trump die libanesische Botschafterin in Washington, Nada Hamadeh Moawad, darüber, dass auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem Vorschlag zugestimmt habe. Die Botschafterin habe die Informationen anschließend an Aoun weitergeleitet, der seinerseits die Hizbullah darüber unterrichtet habe.Die für Dienstag und Mittwoch geplanten Verhandlungen sollen nach Angaben des Präsidialamtes fortgesetzt werden, um die jüngsten Fortschritte zu erörtern und darauf aufzubauen.Trump: Keine Entsendung israelischer Truppen nach Beirut Donald Trump hat nach eigenen Angaben mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu telefoniert und über die Offensive im Libanon gesprochen. Der amerikanische Präsident schrieb am Montag auf seiner Plattform Truth Social, es würden „keine Truppen nach Beirut entsandt“. Schon auf dem Weg befindliche israelische Soldaten seien zurückbeordert worden. Weiter behauptete Trump, es habe über ranghohe Vertreter ein „sehr gutes“ Gespräch mit der Hizbullah gegeben und die habe zugestimmt, alle Feindseligkeiten einzustellen – „dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden“. Die Nachrichtenwebsite Axios berichtete am Montag, der Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, habe der amerikanischen Regierung am Sonntag mitgeteilt, die Hizbullah sei zu einem sofortigen Waffenstillstand bereit. Laut Berichten der den Revolutionsgarden nahestehenden iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hatte Teheran die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wegen der israelischen Angriffe auf den Libanon zunächst eingestellt. Trump schrieb in einem weiteren Beitrag auf Truth Social am Montag jedoch, die Gespräche mit Iran würden „mit hoher Geschwindigkeit“ fortgesetzt.Libanon meldet zwei Tote nach israelischem AngriffBei einem israelischen Luftangriff nahe einem Krankenhaus in der Küstenstadt Tyrus sind nach libanesischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass nach einer ersten Zählung 23 Personen verletzt worden seien. Der Strom auf der Intensivstation sei infolge des Angriffs ausgefallen. Auf Bildern in sozialen Medien war zu sehen, wie die Räume des Krankenhauses zum Teil komplett verwüstet wurden. Lokale Medien berichteten, es seien massive Schäden entstanden. Die Kühlräume der Halle, in denen sich Leichen der im Konflikt Getöteten befanden, seien zertrümmert. Das gegenüber dem Krankenhaus gelegene Gebäude wurde Berichten zufolge von drei Raketen getroffen und nahezu vollständig zerstört. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht. Iran ruft Menschen in Nordisrael zur Flucht aufIran hat Israel vor Angriffen auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut gewarnt. Das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija forderte die Bewohner von Israels Norden im Staatssender Irib zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte. Zuvor hatte ein Sprecher der iranischen Streitkräfte im Staatssender gesagt, für Iran sei der israelische Krieg in Libanon gegen die proiranische Hizbullah-Miliz nicht länger hinnehmbar. Er sprach eine Warnung für Israel und „seine westlichen Unterstützer“ aus. Iran stoppt indirekten Botschaftsaustausch mit USADas iranische Verhandlungsteam stellt den indirekten Austausch mit den ​USA über Vermittler ein. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die der Revolutionsgarde nahe steht. Anlass dafür seien die Angriffe Israels auf Libanon. Demnach werde es keine Gespräche mehr geben, bis Irans Forderungen nach einem Ende der israelischen Militäroperationen in Libanon und im Gazastreifen erfüllt sind. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi schrieb am Montag auf der Plattform X: „Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.“ Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich, ​erklärte er mit Blick auf die ⁠israelischen Einsätze in Libanon. Tasnim zufolge haben Iran und die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront – zu der ​schiitische Gruppen im Jemen, in Libanon und im Irak gehören – zudem Pläne ausgearbeitet, um ⁠die Straße ‌von Hormus vollständig zu blockieren und eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen zu eröffnen. Damit sollten Israel und dessen Unterstützer bestraft ⁠werden. Über die Meerenge ⁠läuft ein Großteil des Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal. US-Präsident Donald Trump teilte am Abend mit, keine Stellungnahme Irans über eine Aussetzung der Verhandlungen erhalten zu haben. Im Gespräch mit dem Sender NBC News fügte er hinzu: „Wenn Sie die Wahrheit wissen wollen – ich glaube, wir haben zu viel geredet.“ Er halte es für eine gute Idee, zu schweigen, so Trump weiter. „Und das könnte für eine lange Zeit ⁠so sein.“Die Berichte über eine Aussetzung der Verhandlungen ließen die Ölpreise direkt in die Höhe schnellen. Rohöl der Sorte Brent verteuert sich um bis zu 6,9 Prozent auf 97,45 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt knapp ⁠acht Prozent auf bis zu 94,30 Dollar. Tim SchellenbachIsrael ruft Bewohner von Beiruter Vororten zur Flucht aufDas israelische Militär hat die Bewohner der südlichen Vororte Beiruts zur Flucht aufgerufen. Ein Armeesprecher teilte auf der Plattform X mit, die Menschen sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit verlassen. Sollte die von Iran unterstützte Hizbullah ihre Angriffe auf israelische Orte fortsetzen, werde die Armee Ziele in den Vororten der libanesischen Hauptstadt angreifen. Zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu neue Angriffe auf die als Dahija bekannten Vororte angekündigt. Seit dem Vormittag flohen viele Anwohner aus dem Gebiet, das als wichtiges Einflussgebiet der Hizbullah gilt.Tim SchellenbachSondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu Angriffen auf LibanonNoch heute tagt der UN-Sicherheitsrat in einer Sondersitzung zu den Angriffen Israels auf Libanon. Das Treffen sei auf Antrag Frankreichs für 21 Uhr MESZ (15 Uhr Ortszeit) angesetzt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Diplomatenkreise in New York.Der UN-Sicherheitsrat kann als einziges UN-Organ rechtlich bindende Beschlüsse fassen. Im gehören 15 Mitglieder an, darunter fünf ständige: USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien.Mehr ladenTickarooLive Blog Software