Einem Bericht der New York Times zufolge soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth Anfang Juni die Beförderung von mindestens sieben Offizieren gestoppt haben, obwohl diese zuvor von einem Auswahlgremium hochrangiger Admiräle empfohlen worden waren. Zu den betroffenen Kandidaten zählten zwei Frauen und zwei Afroamerikaner.Ein solcher Eingriff ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Pentagon erlaubt die Streichung von Kandidaten etwa dann, wenn moralische, geistige, körperliche oder berufliche Mängel Zweifel an ihrer Eignung für Führungsaufgaben motivieren. Eine konkrete Begründung nannte Hegseth nicht. Pentagon-Sprecher Sean Parnell betonte lediglich: „Militärische Beförderungen werden an diejenigen vergeben, die sie sich verdient haben.“ Dabei stellen Frauen rund ein Fünftel der aktiven US-Marine, Angehörige ethnischer Minderheiten mehr als ein Drittel. Auf der veröffentlichten Beförderungsliste findet sich keine einzige Frau.
Die Personalentscheidungen des US-Kriegsministers
Bereits im März soll Hegseth vier Offiziere der US-Armee von einer Beförderungsliste gestrichen haben – darunter zwei Frauen und zwei Afroamerikaner. Als er im Kongress nach seinen Gründen gefragt wurde, antwortete der Kriegsminister aus den USA: „Aus Respekt vor diesen Offizieren sprechen wir nicht darüber.“ Stattdessen sprach er von der Notwendigkeit, eine jahrelange „geschlechtsspezifische und demografische Manipulation“ innerhalb des Militärs zu korrigieren.










