Wer derzeit einen Flug in die Vereinigten Staaten bucht, dem wird spätestens beim Online-Check-in ein Warnhinweis angezeigt. Das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für die USA bereits vor Wochen erweitert, nachdem es in den vergangenen Monaten auch zu Festnahmen deutscher Staatsbürger durch die amerikanische Einwanderungsbehörde ICE gekommen war.
Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte vor wenigen Wochen: „Ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten.“ Der Eindruck, der dadurch entsteht, ist eindeutig: Die Vereinigten Staaten sind nicht mehr jenes Land, das für viele Deutsche jahrzehntelang als Sehnsuchtsort galt. Ganz im Gegenteil.
Agent Delatorre: „Das Land war noch nie so sicher“
Rund 10.000 Kilometer entfernt vom Kanzleramt steht Agent J. Delatorre im San Diego Sector der U.S. Border Patrol und sagt einen Satz, der so gar nicht zu dem Bild passen will, das derzeit in Deutschland über die USA gezeichnet wird: „Die Grenze, insbesondere die Südgrenze, ist die sicherste in der Geschichte unseres Landes.“ Delatorre und alle anderen Beamten zeichnen ebenfalls ein eindeutiges Bild. Das Bild eines Staates, der nach Jahren des Kontrollverlusts seine Grenze wieder unter Kontrolle gebracht hat.






