KI-Tools sind günstiger als Berufsanfänger:innen, benötigen keine Einarbeitung und fallen nicht krankheitsbedingt aus. Deshalb heißt es immer häufiger, KI würde Einstiegsjobs verdrängen. Eine neue Studie der Federal Reserve Bank of New York kommt jetzt allerdings zu einem anderen Ergebnis: Remote Work könnte einen weitaus größeren Einfluss auf die Jobkrise der Gen Z haben als neue Technologien.Anzeige
Der Berufseinstieg fällt zunehmend schwer
Laut einer Langzeitanalyse von Stepstone ist der Anteil ausgeschriebener Einstiegspositionen in Deutschland messbar gesunken. Akademiker:innen unter 30 müssen heute im Durchschnitt 40 Bewerbungen verschicken, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Auch in den USA ist die Lage angespannt: So hat eine Umfrage von Kickresume ergeben, dass rund 58 Prozent der Absolvent:innen ein Jahr nach ihrem Abschluss noch immer nach ihrem ersten Job suchen. Die zunehmende Nutzung von KI ist ein häufiger Erklärungsansatz, da die Tools inzwischen viele Aufgaben übernehmen können, die früher von Berufsanfänger:innen erledigt wurden.
Wie NPR berichtet, kommen Forscher:innen der der Federal Reserve Bank of New York aber zu einem anderen Ergebnis. Für ihre Analyse werteten sie US-Beschäftigungsdaten aus und untersuchten die Arbeitsmodelle eines nicht namentlich genannten Fortune-500-Technologieunternehmens. Dabei beleuchteten sie die Jahre vor und nach der Pandemie, als Homeoffice zum Standard wurde. Das Ergebnis: Unternehmen stellen seltener Hochschulabsolvent:innen ein, wenn die Stelle remote ausgeübt werden kann. Die Forscher:innen vermuten, dass Arbeitgeber:innen zögern, Berufseinsteiger:innen in einem Umfeld einzusetzen, in dem es schwieriger ist, von Kolleg:innen zu lernen.Anzeige









