Eine neue Untersuchung der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig kommt zu dem Ergebnis, dass sich ein erhöhtes Demenzrisiko bereits bei 20- bis 39-Jährigen in einer schlechteren geistigen Leistungsfähigkeit niederschlägt. Bislang wurde der verwendete Risikoindex vor allem bei älteren Erwachsenen eingesetzt.
Für die im Fachjournal Alzheimer's & Dementia veröffentlichte Studie nutzte das Forschungsteam Daten der bundesweiten Gesundheitsstudie NAKO mit knapp 150.000 Teilnehmenden im Alter von 20 bis 75 Jahren. Auf Basis von Faktoren wie Rauchen, körperlicher Aktivität, Depressionen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde für jede Person der sogenannte LIBRA-Score (Lifestyle for Brain Health) berechnet, ein etabliertes Instrument zur Abschätzung des Demenzrisikos.
In allen Altersgruppen gingen höhere Werte – und damit ein höheres Demenzrisiko – mit einer geringeren kognitiven Leistungsfähigkeit einher. In Deutschland leben den Angaben zufolge derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenz.
Alzheimer-Forschung
Leipziger Forscher entdecken neue Zellpopulation im Alzheimer-Gehirn







