Die Einführung der E-Rechnung in deutschen Unternehmen kommt nach wie vor nur langsam voran, wie aus einer Umfrage von YouGov im Auftrag des Rechnungsdienstleisters Easybill hervorgeht. Wenige Monate vor der 2027 anstehenden nächsten Ausbaustufe der E-Rechnungspflicht hat demnach jedes dritte Unternehmen in Deutschland noch nie eine elektronische Rechnung verschickt. Und nur 42 Prozent versenden bislang regelmäßig E-Rechnungen. Weitere 25 Prozent haben zumindest einzelne Versuche unternommen.

Bei der Umstellung im Betrieb laufen viele Firmen laut Umfrage auch noch hinterher. Nur 24 Prozent der Befragten gaben an, den Prozess abgeschlossen zu haben. 38 Prozent befinden sich noch mittendrin, 29 Prozent haben noch gar nicht begonnen oder stehen erst am Anfang der Planung. Als größte Hürde nennen 36 Prozent der noch nicht vorbereiteten Unternehmen die technische Umsetzung. Weitere Faktoren sind Unsicherheit über die gesetzlichen Vorgaben und fehlendes Wissen.

Wissenslücke und technische Hürden

39 Prozent der Unternehmen nutzen Buchhaltungssoftware zur Rechnungserstellung. Rund jedes fünfte Unternehmen greift dafür aber weiterhin zu klassischen Office-Programmen: 11 Prozent nutzen Excel, 10 Prozent Word, beide erfüllen die Vorgaben für strukturierte E-Rechnungen nicht.