Nach den sommerlichen Temperaturen Ende Mai, wird es in den kommenden Tagen in Deutschland wieder etwas ungemütlicher. Vor allem nachts wird es noch einmal deutlich kühler, regional sinken die Temperaturen auch wieder in den einstelligen Bereich. Außerdem wird in der kommenden Woche viel Regen erwartet. Ob die sogenannte Schafskälte noch für einen markanteren Kälteeinbruch sorgt, lässt sich derzeit aber noch nicht sicher vorhersagen. Das erklärte der Deutsche Wetterdienst auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Offenburg. Als Schafskälte bezeichnen Meteorologen einen für Juni typischen Kälteeinbruch. Die Wettersingularität wird meist für den Zeitraum zwischen dem 4. und 20. Juni angesetzt. Statistisch tritt die Abkühlung häufig um den 10. bis 12. Juni auf.Vorhersagen für einen Zeitraum dieser Länge seien generell von sehr vielen Unsicherheiten behaftet, erklärte der Deutsche Wetterdienst. Die aktuell sehr dynamische Wetterlage erschwere zudem eine mittelfristige Vorhersage. Daher könne man nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes aktuell noch keine genaueren Aussagen zur Schafskälte in diesem Jahr treffen. Begriff Schafskälte stammt aus der Landwirtschaft Der Begriff „Schafskälte“ für die kühlen Tage im Juni verdankt seinen Namen einer langen landwirtschaftlichen Tradition. Da Hirten ihre Herden üblicherweise zum Ende des Frühjahrs scheren, kann es für die frisch geschorenen Tiere während dieses Kälteeinbruchs empfindlich kalt werden. Bei extremen Temperatureinbrüchen ist das Wetter für die nackte Haut der Schafe sogar lebensgefährlich. Um dieses Risiko zu minimieren, werden Muttertiere und Lämmer traditionell erst nach dem Abklingen der Schafskälte geschoren. (KNA)