Wissenschaftler des Instituts für Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sowie des Earth Observation Research Clusters (EORC) der Universität Würzburg setzen im Rahmen des Projekts „MONID HABITRACK“ (Habitat Prediction and Surveillance of Tick-borne Diseases using Modelling and Imaging Technology) Vermessungsdrohnen in zwei Landkreisen ein, um die Umweltbedingungen zu untersuchen, die dort die Ausbreitung von FSME-Viren und Borrelia-Bakterien stark begünstigen. Die Viren und Bakterien können durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden. Die Viren können Hirnhautentzündungen auslösen, die Bakterien zu Nervenschmerzen, Gelenkentzündungen und weiteren gesundheitlichen Problemen führen.
In der Zeit zwischen März und November steigt in Deutschland in manchen Gebieten zunehmend die Gefahr, durch einen Zeckenstich mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose infiziert zu werden. Das höchste Risiko besteht im Frühjahr und Herbst. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind mitunter dramatisch, wenn etwa das zentrale Nervensystem betroffen ist. Gegen FSME kann jedoch geimpft werden, gegen Borreliose liegt derzeit kein zugelassener Impfstoff vor.








