Der Handelsausschuss des Europaparlaments hat zugestimmt, EU-Importzölle auf zahlreiche US-Waren abzuschaffen. Damit ist eine ‌wichtige Hürde genommen, um den Handelskonflikt mit den USA beizulegen. Auf der anderen Seite des Atlantiks hat US-Präsident Donald Trump die Regeln für Zölle auf Stahl- und Aluminiumderivate verändert, wovon EU-Unternehmen profitieren könnten.

Mit der EU-Gesetzesvorlage soll ein ​im vergangenen Jahr mit den USA geschlossenes Handelsabkommen umgesetzt ⁠werden. Mitte Juni muss zwar noch das gesamte EU-Parlament zustimmen, das gilt nach dem Votum im Ausschuss ‌aber als sehr wahrscheinlich.Der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, begrüßte das Abstimmungsergebnis. »Lasst uns die Umsetzung der EU-Verpflichtungen im Rahmen des Turnberry-Abkommens weiter vorantreiben«, schrieb Puzder beim Dienst X. Der »nächste Halt« sei die Plenarsitzung des Europaparlaments Mitte des Monats.

Trump hatte zuvor eine Verordnung zur ​Anpassung von Zöllen auf bestimmte Kupfer-, Aluminium- und Eisenimporte ‌unterzeichnet. Demnach werden US-Zölle für einige landwirtschaftliche Geräte von 25 auf 15 Prozent gesenkt. ​Für bewegliche Industrieausrüstung wie Bulldozer und Gabelstapler gilt künftig ⁠ein ⁠Zollsatz von 15 Prozent, wenn »sie aus bestimmten Ländern mit Handelsabkommen importiert werden, die Anspruch auf ‌eine solche Behandlung haben«. Zudem ​können ausländische ‌Unternehmen einen ermäßigten Zollsatz von zehn Prozent erhalten, wenn mindestens 85 Prozent des Gewichts ihrer Güter aus in den ‌USA hergestelltem Stahl oder Aluminium besteht.