PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg im Nahen OstenTrump erwartet Abkommen mit dem Iran „nächste Woche“Stand: 01:46 UhrLesedauer: 3 MinutenDonald Trump berichtete von Gesprächen mit dem Iran „in schnellem Tempo“Quelle: REUTERS/Evan VucciDonald Trump widerspricht den Berichten, dass der Iran die Verhandlungen mit den USA eingestellt hat. Stattdessen verkündet der US-Präsident einen optimistischen Zeitplan für ein Abkommen. Noch seien aber Punkte zu klären.US-Präsident Donald Trump hat die „nächste Woche“ als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen genannt, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden. Die USA und der Iran ringen intensiv um ein Rahmenabkommen unter anderem zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe. Trotz dieser Feuerpause kam es jedoch zuletzt vereinzelt immer wieder zu gegenseitigem Beschuss. Die Gespräche mit dem Iran würden in „schnellem Tempo“ fortgeführt, hieß es von Trump auf der Plattform Truth Social. Damit widersprach der Präsident auch Angaben aus dem Iran, die Verhandlungen über ein Ende des Krieges in der Golfregion seien ausgesetzt. Lesen Sie auchDie iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte berichtet, dass der Iran den Stopp der Gespräche mit den „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon begründet habe. „Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus“, berichtete Tasnim. Das israelische Militär war vor kurzem so weit in den Libanon vorgerückt, wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Zur Bedingung für weitere Gespräche mit den USA machte der Iran laut Tasnim die „sofortige Einstellung“ der israelischen Armeeeinsätze im Gazastreifen und im Libanon. Zudem müsse die israelische Armee sich aus den Gebieten zurückziehen, die sie im Libanon besetzt habe, hieß es.Trump erreicht nach eigenen Angaben DeeskalationTrump hatte daraufhin nach eigenen Angaben erreicht, dass Israel und die militante Hisbollah im Libanon einer Deeskalation zugestimmt haben. Trump teilte das am Montag in den sozialen Medien nach einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Zudem habe er über Vermittler mit der Hisbollah im Austausch gestanden, berichtete er. Trump kündigte an, dass keine israelischen Soldaten in die libanesische Hauptstadt Beirut marschieren würden. Die Hisbollah habe wiederum „eingewilligt, dass sämtlicher Beschuss aufhören wird – dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden“. Nach libanesischen Angaben haben die Hisbollah dem US-Vorschlag tatsächlich zugestimmt. „Die libanesischen Behörden haben die Bestätigung erhalten, dass die Hisbollah den US-Vorschlag für eine beidseitige Einstellung der Angriffe akzeptiert hat“, erklärte die libanesische Botschaft in den USA.Israels Ministerpräsident Netanjahu bestätigte das Telefonat mit Trump, stellte das Vereinbarte aber eher als Warnung statt als Zurückhaltung dar. Er habe dem US-Präsidenten gesagt, dass Israel Ziele in Beirut angreifen werde, wenn die Hisbollah ihre Angriffe nicht einstelle. Das israelische Militär werde zudem weiterhin „wie geplant“ im Süden des Libanons im Einsatz sein.luwi mit dpa/AP
Krieg im Nahen Osten: Donald Trump erwartet Abkommen mit dem Iran „nächste Woche“ - WELT
Donald Trump widerspricht den Berichten, dass der Iran die Verhandlungen mit den USA eingestellt hat. Stattdessen verkündet der US-Präsident einen optimistischen Zeitplan für ein Abkommen. Noch seien aber Punkte zu klären.









