Ostsachsen ist tiefblau. Doch die OB-Wahl in Görlitz zeigt: Selbst hier ist die AfD nicht unschlagbar. Mitunter zu einem hohen Preis für andere Parteien.

1. Juni 2026, 22:02 Uhr

Trotz vieler Stimmen für den AfD-Kandidaten Sebastian Wippel ins Görlitzer Rathaus wiedergewählt: CDU-Oberbürgermeister Octavian Ursu.

© Sean Gallup/​Getty Images

Vor sieben Jahren erhielt der AfD-Politiker Sebastian Wippel bei der Oberbürgermeisterwahl im ostsächsischen Görlitz noch die meisten Stimmen. Nur den Sprung über die 50-Prozent-Marke schaffte er nicht, um direkt ins Rathaus einzuziehen. Im zweiten Wahlgang, bei dem außer dem CDU-Kandidaten kein weiterer mehr antrat, unterlag Wippel dann dem Christdemokraten Octavian Ursu, einem Görlitzer mit rumänischen Wurzeln. So lief es auch bei der diesjährigen Wahl am vergangenen Sonntag: Ursu verteidigte sein Amt im zweiten Wahlgang gegen Wippel.